Kongress 2014: « LSAP muss Konsequenzen ziehen »

Kongress 2014: « LSAP muss Konsequenzen ziehen »

Die Jungsozialisten trafen sich am vergangen Samstag in der « Salle Grand-Duc Jean » im Schifflinger Rathaus zu ihrem alljährlichen Nationalkongress.

Die LSAP muss Konsequenzen ziehen, so Wagner:

In seiner Eröffnungsrede blickte JSL-Präsident Sammy WAGNER auf die zurückliegenden Parlamentswahlen zurück. Mit Sorge habe man die 2-3 % Verluste der LSAP in 3 von 4 Wahlbezirken zur Kenntnis genommen. Dem Wahlsystem verdanke man, dass man trotz diesen Verlusten noch 13  Abgeordnetenmandate errungen habe und man die « einzig legitime » Koalition mit DP und Grünen eingehen konnte. Die CSV wäre durch den Umgang mit all ihren Affären in der vergangenen Legislaturperiode nicht mehr als vertrauenswürdiger Koalitionspartner in Frage gekommen. Die LSAP ihrerseits müsse jedoch auch selbst eine ernsthafte Wahlanalyse angehen und Konsequenzen ziehen. Es könne nicht weiter nur darum gehen Verluste zu reduzieren, sondern endlich wieder die sozialdemokratischen Werte mehrheitsfähig zu verteidigen.

Generalsekretär Jimmy SKENDEROVIC für seinen Teil stellte fest, dass aus JS-Sicht mit Taina Bofferding und Tess Burton, gleich zwei junge Juso-Frauen ins Parlament Einzug gehalten haben.

Erwartungen an neue Parteispitze

Für die Zukunft hätte man jedoch große Erwartungen an die neue LSAP-Führung. Wagner forderte jeden Anwärter für die LSAP-Führungsriege auf, anlässlich des LSAP-Nationalkongresses am kommenden 30. März « erste Pisten » aufzuweisen wie man die LSAP inhaltlich und organisatorisch neu ausrichten will. Man müsse auch in dieser Koalition wissen, « für was die LSAP steht und vor allem für was sie nicht steht ».

Außerdem haben die Jusos eine Resolution mit dem Titel « Schluss mit der braunen Ideologie »  angenommen, in der sie durch eine offene, tolerante und aufgeklärte Gesellschaft, rassistischen, xenophoben sowie nationalistischen Tendenzen im Keim ersticken wollen

Europa eine soziale Dimension geben

Im Vorfeld der Europawahlen hat man mithilfe eines Europamanifests ein eigenes Bild von Europa gezeichnet. Man wolle ein Europa, das auf soziale Mindeststandards setzt, Arbeitnehmerrechte sowie unabhängige Gewerkschaften stärkt, den Privatisierungswahnsinn stoppt und die Grundversorgung aller Bürger gewährleistet. Die Finanzmärkte müssen in ihre Schranken verwiesen werden. Es muss Schluss sein damit, dass auf der einen Seite Banken mit Milliarden Euro gerettet und auf der anderen Seite die BürgerInnen durch eine überzogene Sparpolitik in die Armut gedrückt werden. Jungen Leuten, die am stärksten von der Arbeitslosigkeit betroffen sind, gilt es Perspektiven zu bieten um zu verhindern, dass sie zu einer verlorenen Generation heranwachsen.

Widerstand gegen geplante Reform der Studienbeihilfen

Abschließend stimmten die Jungsozialisten nach kurzer Diskussion noch einen Initiativantrag betreffend der geplanten Reform der Studienbeihilfen. Die Jusos sprachen sich in ihrem Antrag mehrheitlich für eine « Allocation d’Autonomie » aus, und wiesen den Vorschlag des Hochschulministers entschieden zurück. Es müsse gewährleistet sein, dass jeder den gleichen Zugang zur Bildung erhält unabhängig von der finanziellen und sozialen Situation der Eltern. Eine finanzielle Abhängigkeit von den Eltern bürgt außerdem das Risiko für die Studenten die Studienwahl nicht frei treffen zu können. Arbeiten neben dem Studium soll fakultativ sein und nicht zu einer Notwendigkeit werden, ansonsten bestünde die Gefahr, dass die Durchfallquote ansteigt. In Bezug auf das Studentendarlehen sind die Jusos sehr skeptisch. Dieses geliehene Geld muss nach Beenden des Studiums zurückgezahlt werden und stellt  somit eine Hypothek dar, die einem sorgen- und schuldenfreien Start ins Erwachsenenleben in die Quere kommt.

Jusos präsentieren neues Logo

JSL_farweg.001Für eine kleine Überraschung sorgten die Jungsozialisten gegen Ende des Kongresses: Ein neues Logo wurde vorgestellt. Ein Logo, das an die Anfänge der Arbeiterbewegung erinnert und mit welchem die Jungsozialisten kämpferisch in die Zukunft blicken.

Neues Nationalbüro gewählt

Das Nationalbüro 2014 der Jungsozialisten, setzt sich wie folgt zusammen.

Präsident:                             WAGNER Sammy

Generalsekretär:           SKENDEROVIC Jimmy

 

Vize-Präsidentin:                MULLER Anne

Vize-Präsident:                    STREFF Ben
Generalkassierer:               BAULER Laurent

Internationaler Sekretär: OLIVEIRA ANDRADE André

Mitglieder des Nationalbüros:

AGOSTINO Sandra, BOUS Sandra, COURTOY Jérôme, DELAUNOIS Margot, HETTING Paul, HOBSCHEIT Pierre, HOFFMANN Gilles, MARICATO Patrick, KREMER Christian, PAULUS Joé, SAUBER Tom, SCHON Daniel, SCHMITZ Jean-Claude, WELTER Pascal

Dokumente:

Initiativantrag zur Reform der Studienbeihilfen – JSL spricht sich für eine « Allocation d’autonomie » aus