E besseren Nuechttransport fir Lëtzebuerg

In einer gemeinsamen Initiative äußern sich „Déi Jonk Gréng„, die „Jonk Demokraten “ und die „Jonk Sozialisten“ zum Thema öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) in der Nacht.

Wir begrüßen das Vorhaben der Regierung, ein neues Mobilitätskonzept für Luxemburg und die Großregion auszuarbeiten. Projekte wie der Ausbau des „Centre Hamilius“, die Errichtung der Gare „Kirchberg/Pfaffenthal“, sowie das Einführen einer Straßenbahn in der Stadt Luxemburg sind nur einige Beispiele für die Fortschritte die sich auf diesem Gebiet abzeichnen.

Allerdings haben wir festgestellt, dass es kein ausreichendes Mobilitätskonzept für den Abend- und Nachttransport gibt.

Deshalb fordern wir die Regierung auf, ein bezahlbares und flexibles Transportmittel anzubieten, damit den Bewohnern Luxemburgs, in erster Linie der Jugend, an Wochenenden oder Feiertagen eine sichere Heimreise gewährleistet werden kann. Uns ist es ein großes Anliegen regionale Ungleichheiten abzubauen: die Qualität des öffentlichen Nahverkehr soll nicht vom jeweiligen Wohnort abhängig sein.

Infolge dieser Feststellung haben wir folgendes Modell erarbeitet:

Wir fordern am Wochenende und an Feiertagen zwei zusätzliche Zuglinien zwischen 0:00 und 6:00 Uhr, die mit den üblichen Schließzeiten der Bars und Nachtclubs abgestimmt sind.

Mit über 300 Bars und Nachtclubs ist die Stadt Luxemburg Spitzenreiter, die Nachfrage nach einem nächtlichen Transportsystem ist hier folglich am größten. Als Ausgangspunkt soll der neue Bahnhof Kirchberg-Pfaffenthal gelten, der Bahnhof ist bestens geeignet um diese Aufgabe zu übernehmen. Er soll offen, gut beleuchtet und nach den bestmöglichsten Sicherheitsstandards errichtet werden.

Die Zuglinien sollten möglichst das ganze Land abdecken, um das Angebot für Mitbürger aus dem Norden und Süden Luxemburgs deutlich zu steigern. Vor allem jungen Mitbürgern würde hiermit eine konkrete Alternative zum Auto angeboten, folglich würde die Gefahr von Unfällen wegen ungünstigen Witterungsbedingungen, Alkohol und Müdigkeit reduziert werden.

In einer zweiten Phase laden wir die Kommunen dazu ein, bei Bedarf, das Angebot durch sogenannte Shuttle Buse zu erweitern und ihre Einwohner von den örtlichen Bahnhöfen in die Wohnviertel ihrer jeweiligen Gemeinden zu verteilen.

Die Ausweitung des öffentlichen Nahverkehrs an Werktagen zu später Stunde sollte auch in Erwägung gezogen werden.