Menschenrechte kennen keine Nationalität

D’Jonk Sozialisten fannen, dass méi gemach muss ginn fir d’Flüchtlingskriis ze léisen a fir d’Betreiung vun de Flüchtlingen hei am Land ze optiméieren. Liest eis Fuederungen hei.

Jeder Mensch hat das Recht auf eine bessere Zukunft. Flüchtlinge, die ihre Heimat wegen Krieg, Zerstörung und politischer Instabilität verlassen müssen, stellen hierbei sicherlich keine Ausnahme. Auch Europa muss adäquate Lösungen und (vor allem) eine gemeinsame Antwort auf die Flüchtlingskrise finden. Die Errichtung von Zäunen oder Mauern an den nationalen Grenzen – wie in Ungarn – hat kaum mehr etwas mit dem europäischem Solidaritätsgedanken zu tun. Menschenrechte gelten in Europa für jedermann!Allerdings scheint Europa nach monatelanger, ratloser Passivität langsam aber sicher aus dem Tiefschlaf zu erwachen. Deutschland hat in den letzten Tagen über 20.000 Flüchtlinge empfangen. In den nächsten zwei Jahren wird Frankreich mehr als 24.000 Menschen ein neues Zuhause geben, während Großbritannien sich dafür einsetzt, bis 2020 20.000 Flüchtlinge aufzunehmen.Selbst wenn diese Zahlen noch gering sind im Vergleich zur Gesamtzahl der Flüchtlingen, begrüßen die Jungsozialisten diese rezente Entwicklung sehr. Auch sollte man das vorbildiche Engagement der Zivilbevölkerung (in Luxemburg und anderswo) erwähnen, das für die betroffenen Menschen zu einer Besserung der Situatioun beiträgt. Trotzdem möchte die JSL darauf aufmerksam machen, dass es nicht nur bei diesen Bemühungen bleiben sollte. Wir müssen dafür sorgen, dass sich jeder bei uns einleben kann und die Möglichkeit erhält, sich in die Gesellschaft einzubringen. Sei es mit seiner bisherigen Ausbildung und mit neu zu erlernenden Fähigkeiten Auf jeden Fall muss die Menschenwürde bei der Unterbringung gewährleistet sein.

Deswegen fordern die Jusos:

– Psychologische Betreuung für jeden Flüchtling für eine professionelle Verarbeitung des Erlebten während der Flucht und im Krieg

– Sprachkurse, damit sich die Menschen schneller und einfacher bei uns integrieren können

– Eine digitale Plattform (z.B. Internetseite oder Smartphone Applikation) auf der alle Initiativen und Kontaktpersonen die sich für die Flüchtlinge einsetzen aufgelistet sind um unseren Bürgern zu vereinfach selbst mitzuhelfen wenn sie möchten.

– Internet in allen Flüchtlingsheimen um den Menschen die Möglichkeit zu bieten, mit ihren Verwandten und Freunden in Verbindung zu stehen, sich über die Politik und Geschehnisse im Heimat- und Zufluchtsland zu informieren oder auch online Sprachkurse zu absolvieren.

– Längerfristige Strategien, damit Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt integriert werden können, und so mit ihren Familien eine gemeinsame und bessere Zukunft aufbauen können.

– Premierminister Xavier Bettel und Innenminister Dan Kersch dazu auf, allen Angestellten aus dem öffentlichen Dienst einen zusätzlichen Urlaubstag zur Verfügung zu stellen, um als Freiwillige bei den überforderten Organisationen, die sich für Flüchtlinge einsetzen und mehr Hilfe brauchen, zu helfen. Diese Maßnahme sollte dann auch dem Privatsektor vorgeschlagen werden.

Die JSL werden soweit es geht alle Maßnahmen unterstützen, die der Bewältigung der Flüchtlingskriese dienen.

Darüber hinaus möchten wir darauf aufmerksam machen, dass wir Sachspenden an Flüchtlinge weiterleiten können.

Egal welcher Nationalität wir zugehören und ungeachtet unseres Geburtsort, sind wir alle Menschen – und Menschrechte kennen keine Grenzen. Es ist unsere Menschlichkeit, unsere Solidarität, unsere Hoffnung auf eine bessere Zukunft, die uns vereint. Dies sollte uns allen bewusst sein.

Das Nationalbüro der Jungsozialisten Luxemburg