On en a ras le bol!

Die Jungsozialisten Luxemburgs sind entsetzt über das rezente Attentat in Nizza, das unzählige unschuldige Opfer gefordert hat.

Wir sind es leid, dass jeden Monat, in dutzenden Anschlägen, unzählige Menschen ums Leben kommen. Dabei spielen weder ihre Herkunft, noch ihre Glaubensrichtung eine Rolle. Wir sind es leid, dass auf jedes Attentat, das in Europa verübt wird, die Politiker mit umso dämlicheren Reden auf einen Krieg einstimmen. Wir sind es leid, dass auf Gewalt nur noch mit mehr Gewalt geantwortet wird, dass jedes Attentat nur für politische Zwecke pervertiert wird, während die betroffenen Familien trauern.

Was in Nizza geschehen ist, bleibt leider nur die Spitze des Eisbergs. Es war noch nicht einmal bekannt, ob eine terroristische Organisation dahintersteckte, da hat der französische Präsident schon vorsichtshalber eine stärkere Militäroffensive im Irak und in Syrien gefordert. Das Attentat ist in der Periode des sogenannten Ausnahmezustands verübt worden, nun soll dieser auch noch verlängert werden – mehr Macht für den Präsidenten, mehr Kontrolle über die Bürger. Letzteren scheint es herzlich wenig zu nützen.

Dabei sind die Attentate selbst eine Antwort auf die französischen Interventionen im Nahen Osten, auf die westlichen militärischen Angriffe. Frankreich ist maßgeblich beteiligt; die militärischen Eingriffe, die bereits unter dem früheren Präsidenten Sarkozy verstärkt wurden (z.B. in Libyen), gehen bis in die Kolonialzeiten zurück.

Ja, wir müssen den Terrorismus bekämpfen. Doch fragen sich die JSL, wie man das denn schaffen will, wenn man dann nebenbei noch „versehentlich“ Krankenhäuser bombardiert und Zivilisten tötet? Dazu kommt, dass der Westen Waffen an die ganze Welt verkauft, die teils durch Hinterzimmer in die Hände der Terroristen gelangen. Die französische Regierung sollte endlich begreifen, dass sie Terrorismus mit mehr Gewalt und Krieg nicht besiegen kann. Statt in Dassault, sollte das Geld lieber in die Bildung, in die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und der Probleme in den „Banlieues“ fließen. Andernfalls könnte der Faschismus in Frankreich die Macht erobern und sich andere Methoden einfallen lassen.

Die JSL fordern, dass dieser Gewaltspirale endlich ein Ende gesetzt wird. Dass Politiker endlich mit ihrem martialischen Gehabe aufhören und jeden Bürger unter Verdacht stellen. Wir müssen alle durch unsere Menschlichkeit vereint sein, denn nur so können wir den Terrorismus bekämpfen.

Das Nationalbüro der JSL, 15. Juli 2016

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